Gitarrenboxen Bassboxen Customboxen Speaker Gehäusebau für Boxen und Amps
Home | Top News | Links | Artists | Testberichte | Kontakt | Impressum | Seite merken
Bassboxen
• BassBall
• BBX
• BBX-Pro
• HCL
• Mickolos
• Mickolos Compact
• Tandem
Customanfertigung
• Bass
• Gitarre
• Leergehäuse
• Restauration
• Sondermodelle
Gitarrenboxen
• sevenT5
• sevenT7
• tone2tone
HOS Live
• EBD Viersen 05
• HOS-Days 05
• HOS-Days 06
• HOS-Days 07
• Musik Messe 05
• Musik Messe 06
OEM Kunden
• Earforce
• Madamp
• MOA
Second Hand
• Bass
• Gitarre
Tools
• Filz
• Frontstoffe
• Gitter
• Hardware
• Holz
• HOS-Specials
• Kleber
• Speaker Bass
• Speaker Git.
• Technik Info
• Tolex
Wichtige Infos
• Lieferbedingungen
• HOS AGB

© 2006 webschmitt internet
Testberichte
Bassprofessor Test Heft 1/2005


Bassball 15128CX – Bassbox

Jeder kennt die Situation: Man möchte sich neues Equipment zulegen, fährt in den Musikladen seines Vertrauens, eilt euphorisch in die Bass-Abteilung, um dann enttäuscht festzustellen, dass wieder nur Produkte der altbekannten Hersteller zum Antesten in der Ecke stehen.

Wer sich von der bassspielenden Masse abheben möchte, sollte vielleicht einmal Mick Kraft, den Chef von „House of Speakers“, kontaktieren – eine seiner bezahlbaren Custom-Shop-Boxen haben wir heute im Test.

 Technische Merkmale

  • Speaker: Eminence Neodym, B&C
  • regelbares Horn (Rückseite)
  • Bezug: roter Nadelfilz
  • schwarzes Frontgitter
  • zwei Stahlschalengriffe (seitlich), Eckeinbaugriff
  • zwei Rollen (kugelgelagert), zwei Gummifüße
  • Metallecken (schwarz beschichtet)
  • Anschlussfeld: 2x Speakon in versenkter Schale

Verarbeitung/Handling

Zuerst einmal fällt einem das ungewöhnliche Design auf: Weinroter Nadelfilz ist eine eher untypische Farbe für Boxenbezüge und gerade deshalb ein echter Hingucker. Der Filz wird speziell für HoS angefertigt, hat eine höhere Dichte und dadurch sehr gute Abriebeigenschaften. Für Farbenblinde und Rot-Hasser sei noch gesagt: Die Bassball 15128CX ist in fünf verschiedenen Farben lieferbar.

Das 15mm-Gehäuse aus Birke Multiplex macht einen soliden und roadtauglichen Eindruck, Metallecken und der bereits erwähnte – durch rückseitige Holzkufen geschützte - Filzbezug gewährleisten, dass man diese Box nicht mit Samthandschuhen anfassen muss.

Trotz der stabilen Konstruktionsweise ist die Box durchaus tragbar, denn HoS hat sich für Neodym-Speaker entschieden – alle Bassisten ohne nennenswerte Bodybuilding-Erfahrung werden dies zu schätzen wissen. Dennoch trägt man die Bassball 15128CX, aufgrund der unhandlichen Maße, im Idealfall zu Zweit.

Kommen wir nun zum Herz einer jeden Box…Die Speaker-Kombination und deren Anordnung ist mehr als eigenständig – hier sieht man einmal mehr, dass Mick Kraft nicht einfach bekannte Boxen-Modelle kopiert, sondern mit innovativen Ideen neue Wege beschreitet. Der 15“-Speaker für den Bassbereich, ein modifizierter Eminence Neodym, wurde „rückwärts“ und mit vertauschten Polen eingebaut. Mit diesem Trick erhöht Mick die Bassleistung enorm. Ein 12“-Eminence DeltaLite Neodym und ein 8“-B&C mit integriertem Hochtöner strahlen klassisch nach vorne ab.

Das Bassball-Logo, links oben angeordnet, wird übrigens für jede Box passend (Größenverhältnis: Box/Logo) angefertigt und kann, wenn es verkratzen sollte, bis zu dreimal kostenlos ausgestauscht werden.


Fazit

Dieser Box sieht man an, dass sie mit viel Liebe zum Detail konstruiert worden ist: Ein interessantes Konzept wurde mehr als gelungen umgesetzt. Die Bassball 15128CX ist klasse verarbeitet und macht einen durchdachten Gesamteindruck.

Sound

Die Konstruktionsweise und die Wahl der Speaker machen klar, dass diese Box sich in erster Linie an Bassisten richtet, die Rock und Artverwandtes spielen. Also wähle ich als Topteil für den Test meinen Ampeg SVT-5 Pro, den ich mit einem Fender Jazz Bass ansteuere.

Schon die ersten Töne zeigen, wo es lang geht: Die Bassball 15128CX schiebt, drückt und liefert ein sattes Bassfundament. Auch ein oktaviertes Bass-Signal wird unglaublich sauber und kräftig wiedergegeben. Die Pegelfestigkeit begeistert ebenso wie der direkte, kompromisslose und leicht komprimierte Ton.

Das stufenlos schaltbare Hochtonhorn hält sich auch in Extrem-Einstellungen dezent zurück und produziert nur eine sehr leichte Höhenanhebung, die das Klangbild kaum verändert.

Der rote Wahnsinn in Form eines Kühlschranks aus dem Hause HoS ist also keine eierlegende Wollmilchsau, die sich universell einsetzen lässt, sondern eine charakterstarke Rock-Box, die keine Lust auf Slap-Gewitter und Fusion/Funk/Jazz-Bassisten hat.

Fazit

Die Bassball 15128CX glänzt mit durchsetzungsstarken Tiefmitten und einer beängstigend expliziten Basswiedergabe. Rock-Bassisten und Freunde der deftigeren Klangkultur werden diese Box lieben.


Kommentar

Die Leidenschaft und das Engagement, mit der Mick unter dem Namen „House of Speakers“ seine Boxen baut, zeigt sich im Endprodukt. Das Konzept der Box geht auf – Individualisten, die vor allem Wert auf einen fetten Rock-Ton legen, sollten sich die 15128CX anhören. Aber auch für Bassisten mit einem anderen Klangideal lohnt sich die Kontaktaufnahme zu HoS – hier werden Kundenwünsche ernst genommen und individuelle Lösungen sind nicht nur möglich, sondern vielmehr gerne gesehen. Diesen Luxus kann einem kein Groß-Hersteller bieten.

Maße/Daten

Hersteller/Made in House of Speakers/Deutschland
Modell Bassball 15128CX
Speaker 15” Eminence Neodym, 12” Eminence DeltaLite Neodym, 8” B&C
Impedanz 4 Ohm
Maße (H x B x T) 97 x 55 x 43 cm
Gewicht ca. 35 Kg
Gehäusematerial Birke Multiplex (15mm)
Preis 998,- Euro


Gitarre & Bass Test Heft 7/2005

Bassic-212/6 Professional Range, Bassbox

Nein, auf dem Frontgitter prangt nicht das neue,  futuristisch geratene     Fender-Logo. Es ist der stilisierte Bass-Notenschlüssel von bassic.ch, dem schweizer Bassisten-Forum, das sich phantasievolle Bassboxen mal nicht nach dem üblichen Schema 4x10 und 1x15 wünscht. Der deutsche Hersteller House Of Speakers greift das auf und bietet eine Reihe interessanter Varianten an.





Zur Kooperation kam es durch den Austausch im Internet, wo schließlich einige Hundert Bassisten über die Bassbox ihrer Träume abstimmten, die dann vom bassic.ch-Mitglied House Of Speakers  gebaut wurde. Intensiver Austausch mit der Basis kann eigentlich nur Gutes hervorbringen - schauen wir uns das Ergebnis doch mal genauer an. Wobei man genauer sagen müsste: eines der Ergebnisse. Denn aufgrund der vielen Meinungen, die bei der bassic.ch-Umfrage zutage traten, hat House of Speakers gleich eine ganze Serie mit unterschiedlichen Bestückungen aufgelegt und kombiniert dabei bespielsweise Zwölfer, Zehner und Sechszöller, Fünfzehner mit vier Achtern plus Sechszoll-Mittelhochtöner und hat noch andere exotische Zusammenstellungen anzubieten. Unser Testgerät mit 2x12“ und einem Sechszöller gehört da fast schon zum Mainstream, aber genau das ist ja gar nicht so unpassend, um eine neue Marke vorzustellen.
 
Lautsprecher
Was bei flüchtigem Hinsehen aussieht wie ein einfaches Paar Zwölfzöller, sind in Wirklichkeit zwei  verschiedene Lautsprecher. Zwar mit gleichem Membrandurchmesser, aber mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften.
 

Während der unten montierte Speaker mit einem Wiedergabebereich von 25 bis 300 Hz ein Spezialist für die untersten Fundamentalfrequenzen ist, deckt der obere den Frequenzbereich von 45 bis 2500 Hz ab. Und wenn man mit diesem Wissen nochmal hinschaut, fallen auch die konstruktiven Unterschiede auf. Der Subwoofer besitzt eine nach innen gewölbte Kalotte und eine weiche Gummisicke, während der oben positionierte Speaker die übliche Gewebesicke aufweist und eine normal gewölbte Kalotte in der Membranmitte. Bei beiden Lautsprechern sind die Membranen mit einem Speziallack imprägniert, sie besitzen verwindungssteife Gusschassis und sehr kraftvolle Neodym-Magneten. Hersteller ist die deutsche Firma BMS aus Hannover, welche die Belastbarkeit des Bass-Zwölfers mit 600 Watt und die des oberen Breitbänders mit 500 Watt angibt. House of Speakers kalkuliert bei der Gesamt-Belastbarkeit der 4-Ohm-Box lieber reichlich Sicherheitsreserven ein und spricht von 800 Watt für das komplette System.
Der oft spitze Klang eines Hornhochtöners ist nicht jedermanns Sache. Trotzdem möchte man aber auch den Draht im Basston angemessen heraushören, also muss ein Lautsprecher für die Präsenzen her, der sich homogen ins Gesamtbild einfügt. HoS verwendet einen 6“-Mitteltöner aus dem Eminence-Programm, der bei 1,6 kHz eingekoppelt wird. Auf einen Pegelsteller wurde bewußt verzichtet, weil er aufgrund des gewogenen Gesamtklangs schlicht und einfach nicht benötigt wird. Das Anschlussfeld ist mit zwei Speakon-Buchsen bestückt.
 
Gehäuse
Wenn sich Bassisten etwas wünschen, dann ist es ein großer, kraftvoller Sound, idealerweise mit klarer Ausleuchtung aller wichtigen Frequenzbereiche. Schwere Schlepperei gehört meist nicht dazu, zumindest, wenn es sich ohne Klangeinbußen vermeiden lässt.
HoS geht beim Gehäuse einen Mittelweg und mag zugunsten der Robustheit nicht auf zähes Multiplex-Sperrholz aus Birke verzichten. 15 mm stark ist das Gehäuse und innen zusätzlich versteift. Der äußere Nadelfilzbezug dämpft unerwünschte Schwingungen, innen schluckt eine Auskleidung mit Noppen-Schaumstoff stehende Wellen. Die beiden verschiedenen 12“-Lautsprecher arbeiten in einer gemeinsamen Bassreflex-Kammer, nur der 6“-Mitteltöner sitzt in einen eigenen, luftdicht abgeschlossenen Gehäusetopf aus Kunststoff.
Ein stabiles, verchromtes Stahlgitter von 1,5 mm Stärke und mit einer 10-mm-Quadratlochung schützt die gesamte Lautsprecherfront, ohne den Schalldurchgang zu behindern. Allerdings wurde das bassic.ch-Logo links oben so auf dem Gitter positioniert, dass es den Mitteltöner zum Teil verdeckt. Auch wenn dieser Teil relativ klein ist, sind hier Nachteile für die Schallabstrahlung durch Abschattung zu erwarten; ein anderer Platz, beispielsweise oben in der Mitte des Gitters, wäre also günstiger.
In allen übrigen Aspekten kann man der HoS-Box nur das Beste bescheinigen, auch wenn man auf kostentreibenden verarbeitungs-Schnickschnack verzichtet hat. So sind die seitlichen Grifschalen nicht ins Holz eingesenkt, sondern einfach von außen aufgeschraubt, und die verwendeten, leichten Eckenschoner aus Metall dürften voll und ganz ausreichen, wenn man nicht mutwillig grob mit der Box umgeht.
Das ist in der Praxis auch gar nicht nötig, da sich das Aggregat auf sehr soliden Rollen bequem manövrieren lässt.

Dabei sind die Rollen nicht fest mit dem Gehäuse verschraubt; beim „Catch&Roll“-System handelt es sich um ein abnehmbares Rollbrett, dessen multiplex-Grundplatte mit soliden Butterflöy-Verschlüssen am Gehäuse befestigt ist. Ohne Rollbrett steht die Box rutschicher auf sechs großen Gummifüßen.

 
Wiedergabe
Die Bassic 212/6 ist nicht das erste Dreiwege-Aggregat für Bassisten, wenn auch solcher Aufwand für die Bass-Wiedergabe selten getrieben wird. Und wenn, dann sieht man sonst eine Aufteilung in Bass-Lautsprecher, Mitteltöner und Hochtonhorn, wo also der dritte Speaker vor allem den obersten Frequenzlagen zugute kommt. House of Speakers setzt den Schwerpunkt woanders, schließlich geht es hier um Bass, und da liegen nun mal die wichtigsten Klangbereiche in den tieferen Regionen. Die Aufteilung in Subwoofer, Bass/Tiefmitten-Speaker und Mittel/Hochtöner erscheint also im Grunde sinnvoller. Dabei wurde zwischen dem Subwoofer und dem anderen Zwölfzöller auf eine Frequenzweiche verzichtet, um unnötige Verluste zu vermeiden; die Auftrennung geschieht hier nur durch die unterschiedlichen Eigenschaften der Lautsprecher.
Was die Bassic-Box dann tatsächlich an großem Ton erzeugt, ist überaus beeindruckend. Mit machtvoller Autorität geht die saubere Wiedergabe abgrundtief in den Bässekeller hinab, was nicht nur beim Spielen mit einem Fünfsaiter  eine Menge Spielspaß bereitet. Gegenüber den meisten Bassboxen kommt hier fast eine ganze Oktave untenherum hinzu, was die 2x12“-Kombination erstaunlich clean und ohne Wummern bewerkstelligt. Bassisten, die gerne mit heruntergestimmtem Bass in den Subnoten wühlen, bietet die HoS-Box optimale Verhältnisse, aber auch ein normaler Viersaiter fühlt sich bereits viel fundierter als üblich an.
Eine weitere Stärke der ungewöhnlichen Dreiwege-Konzeption ist das insgesamt   homogene Klangbild.  Rund und trotzdem aufgeräumt kommt der Instrumententon rüber, die Dreiwege-Box zeichnet fein ausdifferenzierte Details, ohne dass sie dabei mit einer Überbetonung der höchsten Lagen arbeitet. Über das gesamte Frequenzband entsteht so der Eindruck von offener und unaggressiver Gewogenheit. Nur in einem Bereich fügt die Zwölfzoll-Bestückung dann doch eine Charakternunace hinzu, indem sie den tiefmittigen Growl schön körperhaft zur Geltung bringt, was bekanntlich ja eine Stärke der Neodym-Lautsprecher ist.
 
Resümee
Man muss den Bassisten des bassic.ch-Forums einen guten Geschmack bescheinigen – und House of Speakers eine durchweg kompetente und technisch anspruchsvolle Lösung der Aufgabenstellung. Hier wurde nicht auf Nebenschauplätzen unnötiger Aufwand getrieben, dafür aber umso mehr Sorgfalt auf die wesentlichen Dinge verwendet, die eine erstklassige Bassbox ausmachen: Hervorragende Speaker, eine robuste, aber nicht überschwere Gehäusekonstruktion und die homogene, harmonische Gesamtabstimmung. Das ungewöhnliche Dreiwege-Konzept berücksichtigt zudem eine bassgerechte Gewichtung auf die unteren Frequenzlagen, wo die Bassic 212/6 in ungewöhnliche Tiefen hinabsteigt. So satt und mächtig hat sich mein Bass schon lange nicht mehr angefühlt!
 

Plus

Wiedergabeverhalten, bassgerechtes Dreiwege-Konzept
Tief hinabreichende Bässe
Homogene Gesamtabstimmung
Verarbeitung
Ausstattung
 

Minus

Platzierung bassic-Logo vor dem Mitteltöner
(Wurde bei den nachfolgenden Modellen geändert)
 
 
 

Übersicht

Fabrikat: House of Speakers
Modell: Bassic 212/6
Gerätetyp: Dreiwege-Bassbox
Herkunftsland: Deutschland
Lautsprecher: 1x BMS 12N630 12“ Subwoofer, 1x BMS 12N620 12“, 1x Eminence 6“ Mitteltöner
Gehäuseprinzip: Bassreflex
Belastbarkeit: 800 Watt
Impedanz: 4 Ohm
Anschlussfeld: 2x Speakon
Gehäusematerial: 15 mm Birke-Multiplex
Gehäuseausstattung: Nadelfilzbezug, Metallecken, Gummifüße, Griffschalen, verchromtes Frontgitter, abnehmbares Rollbrett
Maße (BHT): 610 x 620 x 435 mm (Maße ohne Rollbrett)
Gewicht: ca. 34 kg
Vertrieb: House of Speakers, D-35625 Hüttenberg
Preis: ca. € 888 inkl. Speakon-Kabel u. Rollbrett
 
Dirk Groll